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AMSAT-Phase 3E - oder kurz P3E - wird der neue Satellit, der für Funkamateure stabile Verbindungen
von Kontinent zu Kontinent möglich macht. Der bereits im Bau befindliche Satellit soll Mitte 2007
startklar sein. Er knüpft mit seinen Transpondern für 145, 435, 1268 und 2400 MHz nahtlos an die
Erfolge der Vorgänger AO-10, AO-13 und AO-40 an. Funkamateure, die über diese Satelliten schon
aktiv waren, können bei P3E sofort aktiv werden. Neueinsteiger haben meist schon die wichtigsten
Elemente für Funkkontakte über den Satelliten griffbereit.
Der ca. 150 kg schwere P3E-Satellit wird ein eigenes Triebwerk haben, das ihn auf seine endgültige
Umlaufbahn bringen soll. Mit einer maximalen Bahnhöhe von mindestens 35.000 km ermöglicht er
mehrstündige Funkkontakte über Entfernungen bis zu 18.000 km auf der Erde. Damit ist er gegenüber
den erdnahen Satelliten klar im Vorteil. Durch seine langsame Bewegung am Himmel sind sogar
Verbindungen möglich, ohne die Antenne permanent nachführen zu müssen.
Als Kommunikationssatellit trägt P3E mehrere für Funkamateure nutzbare Transponder mit Bandbreiten
zwischen 50 und 200 kHz. Die Schwerpunkte liegen auf den unteren VHF/UHF-Frequenzen zwischen
145 und 2400 MHz. Das vereinfacht den kostenlosen weltweiten Funkbetrieb unabhängig von den
Ausbreitungsschwankungen der Kurzwelle und abseits der Anonymität von Internet-Chats.
Dank der effizienten HELAPS-Sendertechnologie und eines neu entwickelten software-definierten
Transponders (SDX/STELLA) wird auch für kleinere und tragbare Stationen Funkbetrieb möglich sein.
Dank der Softwaretechnologie sind sogar flexible digitale Übertragungsverfahren möglich. Für
Mikrowellenexperimente bietet P3E zusätzliche Baken und Transponder.
Downlinkbänder: 145 MHz, 2400 MHz, 10,45 GHz, 24 GHz, 47 GHz
Uplinkbänder: 435 MHz, 1268 MHz, 2450 MHz, 5,67 GHz
P3E entsteht derzeit unter Leitung der AMSAT-DL in einem internationalen Team, darunter auch
Gruppen aus Finnland, Belgien, Niederlande, Tschechien, Ungarn, der AMSAT-NA (USA/Kanada) und
AMSAT-UK (Großbritannien). Der mechanische Satellitenrahmen steht kurz vor seiner Fertigstellung
und wird auf die Integration der Elektronikmodule vorbereitet. Für das Frühjahr 2007 ist die
umfangreiche Testphase geplant.
P3E wird neben seiner Aufgabe als Kommunikationssatellit auch vorbereitende Experimente für eine
zukünftige AMSAT-Marsmission tragen. Dazu gehören ein neuer Bordrechner und ein ultra-stabiler
Referenzoszillator, die auch zur verbesserten Kommunikation eingesetzt werden können. Die Bilder
zweier neuer Navigationskameras ermöglichen zudem live neue Einblicke aus dem All.
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